Rechtliche Hilfe bei Mobbing an Schulen

Mobbing an Schulen kann schwerwiegende und langfristige Folgen haben. Trotzdem schützen Lehrer und Schulleitung die betroffenen Kinder gelegentlich nicht beherzt genug. In solchen Fällen kann es nötig sein, rechtliche Schritte zu erwägen. 

Mobbing an Schulen kann schwerwiegende Folgen haben

Zunächst wird in diesem Beitrag allgemein auf Mobbing und mögliche Folgen eingegangen. Anschließend erfahren Sie, was getan werden kann, wenn es von Seiten der Schule keine ausreichende Hilfe gibt.  

Auswirkung von Mobbing an der Schule

Mobbing ist durch den Umstand gekennzeichnet, dass eine Person wiederholt unerwünschten Handlungen eines Einzelnen oder einer Gruppe ausgesetzt ist. Laut diversen Studien ist Mobbing ein häufiges Phänomen an Schulen. Auf Grundlage von Statistiken ist davon auszugehen, dass es in fast jeder Schulklasse mindestens einen Betroffenen oder eine Betroffene gibt. 

Die Auswirkungen dieser Form der sozialen Gewalt sind vielfältig. Einerseits sind zumeist die schulischen Leistungen betroffen. Wer regelmäßig Übergriffen ausgesetzt ist, kann sich nur noch bedingt auf die Lehrinhalte konzentrieren und wird darüber hinaus auch die Freude am Schulbesuch verlieren.

 

In Folge kommt es zu einem Vermeidungsverhalten (also zum Beispiel durch Schulschwänzen), welches auch in anderen Lebensbereichen auftreten kann. Gemobbte Schüler verlieren häufig Selbstbewusstsein und tendieren dazu, sich sozial zu isolieren. Es liegt auf der Hand, dass dies diverse negative Auswirkungen auf den Werdegang der Kinder und Jugendlichen haben kann.

Den zuständigen Pädagogen wird die Relevanz der Problematik regelmäßig bewusst sein. Dennoch kann es sein, dass nicht rechtzeitig ausreichende Maßnahmen getroffen werden, um den Missstand zu beseitigen. Äußerst fragwürdig ist die teils anzutreffende Einstellung, dass die Schüler ihre Probleme selbstständig lösen sollen. In manchen Bereichen mag dies zutreffend sein. Bei Mobbing gelingt dies allerdings selten. Zudem ist das mit Abwarten verbundene gesundheitliche Risiko erheblich. 

 

Auch bei Cybermobbing sind Schulen immer wieder überfordert. Dies liegt zum einen daran, dass Lehrer und Schulleitung teils nicht genug über die Funktionsweise sozialer Medien etc. sind. Zum anderen fehlen Schulen oft die Möglichkeiten, praktisch gegen Cybermobbing vorzugehen. 

Welche Maßnahmen können bzw. müssen Schulen gegen Mobbing ergreifen?

Auch wenn zunächst der Einsatz von Schulsozialarbeitern, Beratungslehrern oder Schulpsychologen den Vorrang hat, müssen von Seiten der Schule auch Sanktionen - sogenannte Ordnungsmaßnahmen - gegenüber den „Tätern“ erwogen werden. Um hierbei die gewünschten Ergebnisse zu erzielen, ist es sinnvoll, Übergriffe zu dokumentieren:

  • beteiligte Schüler/ Personen
  • Datum, eventuell Uhrzeit 
  • bei Cybermobbing Screenshots anfertigen
  • Ort 
  • kurze Beschreibung der Handlungen

Mit Hilfe einer solchen Dokumentation können Sie die Schule in der Regel zu wirksamen Maßnahmen veranlassen. Da dem Staat im hier interessierenden Kontext eine Schutzpflicht obliegt, gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, ein Tätigwerden anzuregen oder bei Bedarf dieses auch einzufordern. Beispielsweise kommt eine Versetzungen in die Parallelklasse oder sogar in eine andere Schule in Betracht.

Strafrechtliche Maßnahmen bei Mobbing an der Schule

Neben dem Wechsel der Klasse bzw. Schule und Sanktionen von Seiten der Schule kommt oftmals auch eine strafrechtliche Ahndung der Übergriffe in Betracht. Die Rechtsanwaltskanzlei Holstein kann Ihnen gerne eine Einschätzung dazu abgeben, ob ein strafbares Verhalten gegeben ist und Ihnen bei Ratsamkeit dabei helfen, erfolgversprechende Strafanzeigen zu erstatten und Strafanträge zu stellen.

 

Überdies können wir auch zivilrechtlich gegen mobbende Mitschüler vorgehen. Im Falle von Cybermobbing kümmern wir uns auch gerne um eine rasche Löschung von Inhalten auf Plattformen und sonstigen Webseiten.